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Bürger bewegen – Verantwortung übernehmen

Fritz-Encke-Park 2024

Die Kölner Grün Stiftung unterstützte zum 100. Geburtstag des Fritz-Encke-Parks (2024) mit 197.000€ die Sanierungsarbeiten, damit der historische Park auch für die Zukunft für die Bürger zum Naherholungsgebiet in bewährter Form erhalten bleibt.

Zwischen der Brühler – und der Bonner Straße in Köln-Raderthal erstreckt sich der Fritz-Encke-Volkspark. Er verbindet im Grünzug Süd den Inneren mit dem Äußeren Grüngürtel. Gartenbaudirektor Fritz Encke hat den Park von 1922 bis 1926 auf dem Gelände des ehemaligen Friedenspulvermagazins des Festungsrings angelegt. Dieser war Teil der Grüngürtelplanung von Oberbürgermeister Konrad Adenauer und des Städtebauers Fritz Schumacher. Mit seinen Lager- und Spielplätzen sowie einem Trinkbrunnen sollte er breite Bevölkerungsschichten ansprechen.

Als klassischer Volkspark sollte er allen Teilen der Bevölkerung unterschiedliche Möglichkeiten zur Betätigung, für Erholung, Spiel und Sport bieten. Der Aufbau des Parks war stark architektonisch gegliedert. Die einst sechs Hektar große zentrale Volkswiese wurde von vier Ringwällen (in denen ursprünglich das Schießpulver lagerte) gefasst, um die sich die unterschiedlichen Bereiche (Reigenplatz, Naturtheater, Planschbecken und Leseraum) gruppierten. Eine breite, teilweise waldartige Promenade umfasste die Anlage. Im Norden zur geplanten Bebauung, am Rande des ehemaligen Pulvermagazins, erstreckten sich in West-Ost-Richtung die Schmuck- und Sondergärten mit diversen Blumenanlagen, Sitznischen und Pergolen und einem markanten Brunnentempel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es 1950/51 mit dem Bau der englischen Volksparksiedlung zur Verkleinerung und teilweisen Überformung des Parks. 2001 erlebte die in Vergessenheit geratene Anlage durch die Wiederherstellung der Ziergärten als einer gemeinsamen Initiative des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz mit einer Bürgerinitiative und durch zahlreiche Sponsoren ihre Wiedererweckung. Im Jahr 2002 erhielt der Park offiziell den Namen seines Schöpfers Fritz-Encke-Volkspark. Am Tag des offenen Denkmals im Sep-tember 2006 wurde der restaurierte Tempel mit einem neuen Brunnen des Künstlers Serban Rusu mit Edelstahlsockel und bronzener Brunnenschale eingeweiht.

Heute strahlt der Fritz-Encke-Volkspark eine ganz besondere Atmosphäre aus. Mit dem Tempel, dem Staudengarten und den Sitznischen wirkt er, als habe sich seit seiner Entstehung kaum etwas verändert – eine unverfälschte Stimmung der 1920er Jahre.

Im Laufe der letzten Jahre/Jahrzehnte ist durch den erhöhten Nutzungsdruck auf den Park, das Alter der Anlage und die eingeschränkten Möglichkeiten in der Unterhaltung ein beträchtlicher Sanierungsstau entstanden. Aufgrund leerer Kassen der Stadt sprang die Kölner Grün Stiftung ein.