2007/2008/2009/2010: Großprojekt Stadtwaldweiher 

2. Bauabschnitt: Nach historischem Vorbild wieder hergestellt, die Erholungsfläche am Stadtwaldweiher

1. Bauabschnitt nach 4 Monaten

24.Mai 2007: 1. Spatenstich

 

Der erste Bauabschnitt nimmt Formen an: Das Ufer wird mit großen Natursteinen eingefaßt

 

Juli 2007: Arbeiten schreiten schnell voran

 

Die Kölner Grün Stiftung startete 2007 mit dem ersten Großprojekt: Sie finanzierte die komplette Sanierung der Ufereinfassung des Stadtwaldweihers mit Hilfe der Kölner Wirtschaft und Sponsoren für rund 500 000  Euro.
Die Bauleitung und –aufsicht übernahm das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen.
Mit der Bauausführung wurde von der Kölner Grün Stiftung das „Arbeitsprojekt des Internationalen Bundes, Gesellschaft für Beschäftigung, Bildung und soziale Dienst mbH“ beauftragt, um arbeitslosen Menschen eine Chance zur Eingliederung zu geben.

 

Zielsetzung

Die nach dem II. Weltkrieg errichtete Uferbefestigung und zwischenzeitlich sanierte Uferbefestigung aus Eichenpalisaden war nahezu vollständig verrottet, so dass großflächige Auskolkungen und Abbrüche der Uferlinie zu verzeichnen sind. Die Sanierung der Uferlinie des Stadtwaldweihers war deshalb dringend geboten.
Die Sanierung und Wiederherstellung der Uferbefestigung orientiert sich an der historischen Uferlinie. Mit der Sanierung wurde zum einen der konstruktive Uferschutz wiederhergestellt, um eine weitere Auskolkung der Ufer zu verhindern. Zum anderen wurden an bestimmten Bereichen eine Aufwertung der Gestaltung und somit der Erholungsfunktion erreicht.

 

Sanierung der Ufer

Die Uferlänge des Stadtwaldweihers beträgt 1.500 m.
Die Sanierung der Ufer erfolgt in zwei unterschiedlichen Bauweisen:

  • Steinschüttungen. Dort, wo Waldbestände unmittelbar an die Wasserfläche angrenzen, werden die Reste der Eichenpalisaden entfernt und die Uferlinie durch Anschüttung von Wasserbausteinen gesichert. In weiten Teilen kann jedoch auf eine Steinschüttung verzichtet werden, da das Ufer durch den dichten Wurzelfilz der Bäume ausreichend gesichert ist.
  • Meskalith Gestaltungssteine. An den Stellen, an denen der Parkbesucher direkt an die Wasserfläche geführt wird, wurde die Uferlinie durch Dolomit-Kalkstein-Natursteinblöcke ausgestaltet werden. Dies erfolgte sowohl aus Gründen der Dauerhaftigkeit, Standfestigkeit als auch aus gestalterischen Erwägungen. Die in der Grundfläche mit den Abmessungen ca. 50 x 50 cm und zwischen  75 cm bis 100 cm hohen Natursteinblöcke können nur eingebaut werden, wenn der Uferbereich trockengelegt wird. Hierfür musste während der Baumaßnahme eine temporäre Wasserabschottung (z.B. mit Ton befüllte Big-Bags oder Folien in Verbindung mit Sandsäcken) in diesem Bereich erfolgen. Landseits wurde hinter den Blöcken eine neue Tonabdichtung aufgefüllt und anschließend die wassergebundene Wegefläche, bzw. Rasenfläche bis direkt an die Natursteinblöcke wiederhergestellt. Die Uferbefestigung aus Natursteinblöcken erfolgte auf einer Länge von ca. 500 m und wird in folgenden Bereichen durchgeführt:
  • Außenterrasse Hotel. Das Ufer ist in diesem Bereich halbkreisförmig in den See hinein ausgeformt. Diese besondere Situation wurde mit der Anlage einer 3-stufigen Sitzstufenanlage, ebenfalls aus Dolomit-Kalkstein-Natursteinblöcken aufgewertet.
  • Denkmal nördliches Ufer. Im Bereich des Denkmals am nördlichen Weiherufer wird zur Zeit ein Sitz- und Aufenthaltsplatz geschaffen, der dieser besonderen landschaftlichen Situation gerecht wird.
  • Sitzplatz Südwest Ufer. Im südwestlichen Bereich des Weihers soll der vorhandene Sitzplatzbereich aufgewertet werden.