Die Kölner Grün Stiftung  

Diese völlig verrottete Ufereinfassung gehört bald zur Vergangenheit.

 

Graffiti-verschmierte Mauer
am Aachener Weiher

Das historische Kölner Grünsystem ist in seiner Art in Deutschland einzigartig und von größter städtebaulicher, ökologischer und kulturhistorischer Bedeutung.  Der Innere und der Äußere Grüngürtel sowie deren radiale Verbindungen, wie z. B. der Lindenthaler Kanal, sind beispielhafte Zeugnisse von Gartenbaukunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein mittlerweile 2000 Hektar großes Kulturgut mit hohem Erholungswert für alle Bürger Kölns. 

Die Stadt Köln stellte zwar in den 80er Jahren das Kölner Grünsystem unter Denkmalschutz, wandte aber immer weniger Geld und Mühen für die Erhaltung und Pflege auf. Das Grün vergammelte. Um diesen Zustand zu stoppen und eine Kehrtwende herbeizuführen, gründeten Paul Bauwens-Adenauer und Dr. Patrick Adenauer 2004 die „Kölner Grün Stiftung".

Ziel ist es, mittels dieser Kölner Grün Stiftung zum einen das Bewusstsein der Menschen und der Politik für dieses einmalige Kulturgut zu verstärken, und zum anderen ge­eignete Maßnahmen zur Verbesserung des Zustandes der Anlagen zu fördern.

 

Bis zum Ersten Weltkrieg ist Köln mit einem mächtigen Inneren und Äußeren Festungs-gürtel ausgebaut: Der 42 Kilometer lange Fortgürtel umfasst insgesamt 182 Werke inklusive Fortanlagen, Zwischen- und Versorgungswerke. Zwei breite Schussfelder lagen jeweils vor den Festungsgürteln.

 

Ende des Ersten Weltkriegs gelingt es Oberbürgermeister Konrad Adenauer, die ehemalige militärische Nutzung der Anlagen der zivilen Bevölkerung zugänglich zu machen:

Die Forts werden in „grüne Forts“ (Sportplätze, Freiluft-schulen, Gartenanlagen) umge-staltet. Ehemalige Schussfelder werden in das Grünsystem integriert.